Das bestehende Lagergebäude aus dem Jahr 1928 entstand nach den Plänen von Willibald Braun (1882-1969) für die ehemalige Eisen- und Kohlenhandlung Pircher und diente bis Ende der 80-er Jahre als Eisenlager. Das architektonisch bemerkenswerte Gebäude wurde als erster Schüttbetonbau Vorarlbergs errichtet und gilt als eines der letzten innerstädtischen Industriegebäude von Bregenz. Stadtarchiv, Kulturamt, Ausstellungsräumlichkeiten für den Kunstverein und ein Cafe mit vorgelagerter Terrasse bilden die Nutzungen des neuen Kulturzentrums. Das Gebäude wurde auf seine ursprüngliche Struktur zurückgeführt und von störenden Einbauten befreit. Alle bestehenden Gebäudeteile werden mit einer weißen Oberfläche versehen. Reduziert auf die absolut notwendigen Sanierungsmassnahmen bleibt die Geschichte des Hauses lesbar. Die Einbauten für die neuen Nutzungen sind in Material und Farbe differenziert.

Team: Andreas Cukrowicz [PL], Anton Nachbaur-Sturm, Martin Ladinger, Georg Bechter, Christian Moosbrugger
Auftraggeber: Stadt Bregenz
Konzept 2002, Fertigstellung 2003