Das für das Vorarlberger Landestheater entwickelte Bühnenbild für das Schauspiel Peer Gynt in Form von 8 doppelt gekrümmten Schalenelementen wird als Rauminstallation in den Schauräumen der Firma Salone4 in Lindau inszeniert. Die Raumidee basiert auf einer diagonalen Bespielung der Eingangshalle und symbolisiert einen kaskadenförmigen Wechsel zwischen Wasserbecken und Wasserfällen. Die Familie Küchenberg als Sponsor für das Bühnenbild betreibt auf innovative Art ein Kompetenzzentrum für Bauen und Renovieren, Wohnen und Einrichten.

Das Bühnenbild entwickelt sich aus der berühmtesten Szene des Stückes, in welcher sich Peer mit einer Zwiebel vergleicht, die viele Hüllen, jedoch keinen Kern aufzuweisen hat. Das gesamte Bühnenbild besteht aus acht modular strukturierten Schalensegmenten einer Viertelkugel. Die präzise Positionierung der Einzelelemente vermag verschiedenste Raumsituationen an unterschiedlichen Schauplätzen zu schaffen. Die Bewegung der Elemente steht für die Reisen um die Welt, für Höhen und Tiefen seines Lebens. Die Summe der Einzelsegmente bildet wiederum symbolisch die Eigenwelt von Peer Gynt, in welcher er selbst zentral als Mittelpunkt agiert. Die Welt, die er sich zusammenlügt, die er stets neu entwirft, gegen die er ankämpft, in deren Zentrum er sich befindet und in welches er stets wieder zurückgeworfen wird und in der Auflösung der Zwiebelschalen er selbst nackt und alleine zurückbleibt.

Team: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Simon Metzler
Auftrageber: Stefan und Susanne Küchenberg
Ausstellungseröffnung: 22.10.2011  | Peter-Dornier-Straße 4 | 88131 Lindau (An der A 96, Ausfahrt Lindau)