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Bildungscenter Nüziders

Die bestehende Volksschule Nüziders der Architektengruppe C4 gilt als wichtiger baukultureller Zeitzeuge und ist ein Architekturjuwel der frühen 1960-er Jahre. Die Bestandsstruktur ist charakterisiert durch die Typologie einer eingeschossigen Gangschule, die sich um einen Innenhof entwickelt und deren Haupträume eine zweiseitige Belichtung aufweisen. Die Konzeption ist aus der sanften Landschaft heraus entwickelt, Blickbeziehungen in die Bergwelt betten die Anlage in ihrer räumlichen Wahrnehmung in ein übergeordnetes landschaftliches System. Die Charakteristik der Bestandsstruktur als maßstäbliche und kindgerechte bauliche Anlage ist prädestiniert für die Nutzung als Kindergarten. Anstelle der bestehenden Turnhalle übernimmt ein Querbau die Thematik des Gangsystems samt angegliederten zweiseitig belichteten Haupträumen und bildet den räumlichen Abschluss von Anlage und Innenhof Richtung Südwesten. Im aufgeständerten Spagolla-Bau werden sämtliche Funktionen für Musikschule und Musikverein integriert. Beide Umnutzungen ermöglichen ein Minimum an Eingriffen in die Bestandselemente und einen wirtschaftlichen Umgang im Programmrahmen. Anstelle des Kindergartenbestandes im Nordosten wird ein optimierter Schulneubau vorgeschlagen, der durch seine parallele Ausrichtung den Spagolla-Bau ins Struktursystem einbindet und als zentrales Element stärkt. Die Konzeption übernimmt die Bestandsthemen von landschaftlicher Einbettung und baugestalterischem Ausdruck. Die Strategie generiert darüber hinaus eine klare Funktionszuordnung mit vielen Vorteilen im alltäglichen Betrieb sowie eine eindeutige Ablesbarkeit der Nutzungseinheiten.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Michael Mayer
Auftraggeber: Gemeinde Nüziders
Wettbewerb 2017 1.Ankauf