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Ausstellungsgebäude voestalpine

Das neue Besucherzentrum des Stahl- und Maschinenbaukonzerns ist herausgefordert durch die Dominanz und Präsenz der bestehenden Industrieanlagen und Gebäude. Das architektonische Konzept reagiert auf die besondere Funktion und deren Anforderungen mit der Schaffung eines inhaltlichen und räumlichen Gegenpols zur bestehenden Umgebung. Die unterirdische Situierung des Gebäudes ermöglicht eine Konzentration auf andere Inhalte. Introvertiertheit, Ruhe und differenzierte Lichtverhältnisse stehen im Gegensatz zur Extrovertiertheit und Aktivität des betrieblichen Alltages. Durch ein neuartiges Gebäudekonzept wird das Thema «Ausstellen» neu definiert. Die Dachfläche ist die einzige sichtbare Fassade des Ausstellungsgebäudes und liegt wie ein Teppich aus gleich großen aneinandergereihten Stahlplatten im Gelände. Im Boden eingespannte frei auskragende Eisenbahnschienen fungieren als vertikale Elemente und als Sichtzeichen. Bei Wind beginnen die Schienen einen Stahltanz und biegen sich am freien Ende. Bei stärkerem Windangriff berühren sich die Schienen und beginnen zu klingen. Raumkörper unterschiedlicher Größe gliedern die große unterirdische Halle. Drei fest installierte Raumkörper beinhalten Erschließungs-, Versorgungs- und Servicebereiche. Ein bündig im Fußboden eingelassenes Schienensystem ermöglicht das Verschieben der vier geschlossenen Projektionsräume. Durch das Schieben und Verdrehen dieser Boxen können beliebig viele verschiedene Raumsituationen geschaffen werden.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Michael Stöckler
Auftraggeber: Voest Alpine Stahl Linz GmbH
Wettbewerb 2001 3.Preis