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Badeanlage Schruns Tschagguns

Gebäudeform, Ausrichtung und innere Struktur der Badeanlage werden aus dem leicht fallenden Gelände sowie aus dem Thema des benachbarten Flusslaufs entwickelt. Die Zweigeschossigkeit der Anlage entspricht der Maßstäblichkeit des Ortes, schafft eine übersichtliche Struktur und ermöglicht gute Orientierung für alle Benutzer. Die Eingangshalle ist trotz ihrer stirnseitigen Situierung durch die Split-Level-Lage absolut zentral. Von hier aus werden alle Nutzungsbereiche über großzügige Rampenanlagen erschlossen. Gebäudedurchblicke in alle Richtungen vergrößern die optische Weite des Raumes, versetzt angeordnete Raumkörper entwickeln spannende Raumsituationen und ein elementares Gebäudeerlebnis, das mit der erlebnisorientierten Funktion des unteren Familienbadbereiches korrespondiert. Die intimeren und kontemplativen Funktionen von Ruhebad und Sauna werden durch die nach oben führende Rampe erschlossen und in einem allseitig auskragenden schwebenden Volumen zusammengefasst. Die Fassadenstruktur der Wellnessebene ist von den Strick-Konstruktionen traditioneller Wirtschaftsbauten der Region abgeleitet. Horizontale Lärchen-Kanthölzer werden durch Distanzhölzer mit Abstand übereinander gestapelt. Dieses Fassadensystem ermöglicht einen beinahe uneingeschränkten Horizontalausblick bei gleichzeitigem Schutz vor Einblicken. Dahinter liegen funktions-abhängig offene und geschlossene Fassadenflächen. Das Gebäude fügt sich unaufgeregt und mit ruhigem Selbstverständnis in die Landschaft.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Martin Ladinger, Stefan Abbrederis, Christian Schmölz mit Markus Cukrowicz Landschaftsarchitektur Lauterach
Auftraggeber: Schruns Tschagguns Tourismus GmbH, Schruns
Wettbewerb 2006