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Haus für Kräuter und Kultur

Die bestehende Situation wird geprägt durch die umgebende Hügellandschaft. Bauliches Gepräge erhält der Ort durch das dominante nord-süd-gerichtete Hauptgebäude. In der Umgebung finden sich vereinzelt Städel und Schuppen für betriebliche Nebenfunktionen. Vorherrschendes Baumaterial ist Holz. Das Kräutermuseum reagiert auf die bestehende Situation mit einer klaren Baukörperfigur und orientiert sich mit seiner Ausrichtung am bestehenden Hauptgebäude. Durch die parallele und versetzte Stellung auf der gegenüberliegenden Straßenseite definieren beiden Gebäude als Gruppe eine Weiler-Situation. Sämtliche baulichen Elemente der Anlage werden räumlich integriert, präzise Außenraumsituationen entstehen.
Die Grundform einer Blüte oder eines Keimlings bildet vereinfacht die formale Idee für die Baukörperfigur. Die Bewegung folgt abstrakt der Form eines Schneckenhauses. Vier Einzelbaukörper ähnlicher Größe gruppieren sich um einen zentralen innenliegenden Kern. Das Loslösen der Baukörper vom zentralen Kern im Rauminneren bildet ein Raumkontinuum mit Räumen unterschiedlicher Höhe, unterschiedlicher Lichtstimmung und unterschiedlicher Orientierung. Eine Terrasse über dem zentralen Kernbereich bietet freie Ausblicke in alle Richtungen und kann auch als Sonnendeck oder auch als Hochsitz Verwendung finden. Die äußeren Dachflächen folgen dem Prinzip von einzelnen Blumenbeeten und werden jahreszeitenspezifisch unterschiedlich bepflanzt.

Team: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Martin Ladinger [PL], Thomas Marte, Markus Cukrowicz
Auftraggeber: Artemisia Allgäuer Kräutergarten
Konzept 2004, nicht realisiert