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Krankenpflegeschule KFJ-Spital Wien

Die Anlage des Kaiser-Franz-Josefs-Spitals ist geprägt von Einzelbaukörpern mit pavillonartiger Struktur in einer parkartigen Umgebung mit wertvollem Baumbestand. Der Neubau der Krankenpflegeschule orientiert sich mit seiner Positionierung an der bestehenden Struktur und öffnet sich mit seiner Hauptfassade zum ruhigen Freiraum im Nordwesten. Der gesamte Baumbestand kann erhalten werden. Eine Lärmschutzschicht verbindet den Pavillon A mit dem neuen Baukörper und bildet gleichzeitig die Südostfassade der neuen Schule. Die Gesamtanlage schließt linear zur Triesterstraße ab und füllt die frei werdende Ecke. Der Neubau der Schule wird in linearer Fortsetzung des Pavillon A mit derselben Baukörpertiefe als einhüftige Anlage organisiert. Die horizontale Gliederung der kompakten Anlage erfolgt in drei Schichten und folgt dem Prinzip des maximalen Lärmschutzes: Lärmschutzschicht, Erschließungszone Gang und Funktionszone. Die Lärmschutzschicht entlang der Triesterstraße dient außerdem als Luftkollektor zur Vorwärmung der Außenluft. Die inneren Glasscheiben des Luftkollektors werden mit Siebdrucktechnik bedruckt. Motive von Heilpflanzen bilden ein übergroßes offenes Lexikon der Heilkunst. Der Betrachter erhält in der Nähe einen mikroskopischen Blick auf Blüten- und Blätterteile, den Gesamtüberblick erst bei etwas größerer Entfernung.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Martin Ladinger mit Peter Felder Grafikdesign Rankweil
Auftraggeber: Wiener Krankenanstaltenverbund — SMZ Süd, Kaiser-Franz-Josef-Spital
Wettbewerb 2004 2.Preis