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Mehrgenerationenhaus Königsbrunn

Die Konzeption der neuen Mehrgenerationenanlage reagiert auf die Bestandsstruktur der Umgebung — einen großzügigen zusammenhängenden Grünbereich mit drei der Gemeinschaft dienenden Solitärbauten: Kirche, Pfarrzentrum und Kindergarten. Die versetzt zueinander angeordneten kompakten Volumen der drei neuen Baukörper werden mit den Bestandsbauten durch differenzierte Größen- und Höhenentwicklungen angemessen verknüpft. Die versetzte Anordnung lässt Außenräume mit unterschiedlicher Größe, klarer Zuordnung und differenziertem Gepräge entstehen. Alle drei Baukörper folgen derselben Grundkonzeption: Die Nutzbereiche und Wohnzonen sind ringförmig um eine zentrale Halle organisiert. Die Differenziertheit der zentralen Hallen ermöglicht unterschiedliche räumliche Situationen. Die Hallen sind überhitzungsfrei von oben belichtet. Das Anheben der Gebäude um einen 60 Zentimeter hohen Sockel fördert die Intimität der im Erdgeschoss gelegenen Wohnbereiche. Durch die Ausbildung von blickgeschützten Loggien sowie die Vermeidung von individuellen Gartenparzellierungen kann der gesamte Grünbereich als gemeinschaftlicher Kommunikationsraum genutzt werden. Die Bereiche mit größerer Raumhöhe für Gemeinschaftsfunktionen befinden sich auf Geländeniveau, sind selbstverständlich integriert und von außen ablesbar gestaltet. Ein einfaches konstruktives Prinzip, das tragende Zwischenwände vermeidet, ermöglicht eine hohe Variabilität.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Martin Ladinger, Martina Berlinger, Christian Schmölz in Arbeitsgemeinschaft mit DI Walter Unterrainer, Feldkirch
Auftraggeber: Gesellschaft für Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung der Stadt Königsbrunn m.b.H.
Wettbewerb 2009 5.Preis