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Museum des 20. Jahrhunderts Berlin

Das neue Museum findet seine Position und Ausdehnung durch präzises Ausbalancieren der räumlichen und baulichen Mitte des Ortes. Als ordnendes Element und Moderator vermittelt es in exklusiver städtebaulicher Situation selbstbewusst und sicher zwischen den bestehenden solitären Kulturbauten. Die Komplexität des Ortes wird durch einfachste Mittel von Masse und Leere aufgelöst. Lage und Form des Volumens generieren ein übergeordnetes städtebauliches Thema und entwickeln ein gleichwertiges Nebeneinander sämtlicher Bestandsbauten, welches in einem neuen Miteinander seinen Ausdruck findet. Höhenentwicklung und bauliche Komposition modellieren eine Baukörperfigur, welche Bestehendem respektvoll begegnet und Zeichenhaftigkeit zulässt. Als struktureller Mittelpunkt ist das Museum gleichzeitig städtebauliches Passstück und starker Solitär. Die neue Baukörperfigur übernimmt das orthogonale System der Neuen Nationalgalerie und entwickelt sich entlang des Scharounplatzes von Potsdamerstraße bis Matthäi-Kirchplatz in seine Grundstückstiefe. Zwischen Museumsneubau und Neuer Nationalgalerie schafft ein parkartiger Garten einen spannungsvollen Freiraum, welcher durch die Ostfassade der Kirche zusätzliche räumliche Fassung erhält. Die offen gehaltene Erdgeschosszone verknüpft die Außenraumzonen von Scharounplatz und Museumsgarten, sie ermöglicht großzügige Ein- und Ausblicke und definiert sich als erweiterter öffentlicher Raum. Die Ausstellungsbereiche gliedern sich in zwei gleichwertig zu erreichende Ebenen im Ober- und Untergeschoss. Das Turmelement ermöglicht Tageslicht und Ausblick für Aufenthalts- und Arbeitsbereiche, kommuniziert mit den Hochpunkten der Umgebung (Kirchturm, Staatsbibliothek, Hochhäuser Potsdamerplatz und Bebauungskante Sony Center sowie Philharmonie) und fungiert als neues Sichtzeichen in der Stadtlandschaft.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Martin Ladinger, Michael Mayer, Gregor Benz, Alexander Lukas, Maximilian Blume mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH Zürich, HG Merz Ausstellungsberatung Stuttgart, Knippers Helbig Advanced Engineering Stuttgart, transsolar Stuttgart, Bau-Data AG Feldkirch
Auftraggeber: Preußischer Kulturbesitz Berlin
Wettbewerb 2016 Engere Wahl, 5.Rang