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Natura Tölz Spa- und Wellnessanlage

Das neue Thermengebäude reagiert auf die bestehenden naturräumlichen und baulichen Themen mit einem ruhigen und präzisen Solitärbau. Das in geringem Abstand zur Bockschützstraße positionierte Volumen ermöglicht neben einer selbstbewussten Präsenz im städtebaulichen Gefüge nahezu ungestörte Blickbeziehungen aus der Wellnessebene zum ortsprägenden Element Isar. Gleichzeitig entsteht eine respektvolle räumliche Distanz zur geomorphologisch bedingten Ausprägung der Geländekante. Das Gebäudekonzept für die neue Therme basiert auf dem Prinzip des funktionsabhängigen Übereinanderstapelns von drei Ebenen. Die Basis des neuen Baukörpers wird hochwasserbedingt durch einen massiven Sockel aus Stahlbeton definiert. Die leicht erhöhte Erdgeschoßebene wird über eine parallel zur Straße organisierte Erschließungsspange mit Rampe und Treppe erreicht. Im Erdgeschoss befinden sich neben einem großzügigen Eingangsbereich mit Umkleiden alle Servicebereiche des Gebäudes. Eine gebaute Landschaft für alle Saunabereiche mit Private Spa, allgemeine Sanitärzonen sowie Gastrobereich bildet die Obergeschossebene mit freien Ausblicken. Der Baukörperauftritt wird von einer zweigeschossigen Holzstruktur auf einem massiven Sockel bestimmt. Die Gebäudehülle besteht aus Holzlamellenstrukturen, die entsprechend der dahinterliegenden Nutzungen deren Fugenbreiten und Abstände variieren. Im Innenraum wird die Formensprache des für die Region typischen, traditionellen Eissägens und Moorstechens in einen architektonischen Maßstab überführt. Einzelne Funktionen wie zum Beispiel Sauna, dunkle Ruheräume, Erschließung, Nebenräume und Saunahöfe werden als orthogonale Raumkörper auf einer Fläche organisiert. Die spannungsvolle Komposition entwickelt eine Art innere Landschaft, der dabei entstehende, die Körper umfließende Negativraum übernimmt Foyer, Wasserflächen, helle Ruheräume und Restaurant.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Tobias Beyrer
Auftraggeber: Stadt Bad Tölz

Wettbewerb 2016 4.Preis