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Pädagogische Hochschule Tirol Innsbruck

Die Erweiterung der Schulanlage reagiert auf die bestehende heterogene Situation mit einer ruhigen und klaren Baukörperfigur. Der Entwurf basiert auf dem Prinzip des Weiterbauens der bestehenden Grundidee, als Ergebnis präsentiert sich eine homogene Gesamtform ohne Ablesbarkeit der Bauetappen, ein neues stimmiges Ganzes. Das komplexe Anforderungsprogramm wird in einfache und logische Strukturen aufgelöst.
Die Kompaktheit der Gesamtanlage generiert eine logische Vernetzung aller Funktionsbereiche und kurze Wege im Gebäudeinneren. Um dies zu ermöglichen wurde entschieden die beiden bestehenden Turnhallen samt Hallenbad abzubrechen und einen Längsbaukörper zu schaffen, der die Reihe von Punktbauten entlang der Pastorstrasse als Rückgrat miteinander verbindet. Der bestehende Baukörper mit Hauptschule im Westen wird um ein Geschoß aufgestockt, im Osten wird ein neuer dreigeschossiger Baukörper mit Volksschule entwickelt. Der bestehende mittige Baukörper bleibt mit seinen fünf Geschossen unverändert. Die unterschiedlichen Höhenentwicklungen dieser Baukörper bilden eine harmonische Komposition der Geschossigkeiten drei, fünf und vier. Die Längsausdehnung dieser Einzelbaukörper zeichnet den Verlauf der Pastorstrasse nach, der neue Baukörper mit Volksschule im Osten schafft für den Vorplatz eine halboffene Hofsituation und fungiert als Überleitungselement zur gerade entstehenden Bebauung entlang der Pastorstrasse. Die äußerst kompakte und platzsparende Anlage berücksichtigt fast ohne größeren Flächenbedarf die umliegende Nutzungs- und Baustruktur und ermöglicht die maximale Freihaltung  der Grün- und Außenflächen in der näheren Umgebung. Die Gliederung der Schulanlage erfolgt in horizontalen und vertikalen Gebäudeschichten, die innen und außen neben einer guten Orientierung auch eine angenehme Maßstäblichkeit entwickeln. Dem Entwurf liegt das Prinzip des durchgehenden Sockels zugrunde, auf welchem durch klare Baukörperstapelung unterschiedlicher Höhe innen und außen spannungsvolle Raumabfolgen entstehen.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Johanna Brunner, Clemens Hämmerle, Christian Schmölz, Philipp Schertler
Auftraggeber: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H., Wien
Wettbewerb 2012