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Pfarrkirche Bildstein

Die Neugestaltung der Pfarrkirche geht von einer behutsamen Sanierung des Raumbestandes aus. Das Kirchenschiff bleibt in seiner Form als Großraum erhalten. Gewisse Korrekturen und Rückbauten sollen den Kernbau auf die barocken Grundthemen zurückführen. Die Neukonzeption der Pfarrkirche geht auf den ursprünglichen Sinn des Wallfahrtsortes und dessen Entstehung zurück, sie beinhaltet die radikale Stärkung des Kircheninhaltes als Ort der Marienverehrung. Das Gnadenbild aus 1390 soll wieder in die zentrale Achse gerückt werden. Die beiden weiteren Marienfiguren Pietà aus 1700 und Heilige Maria vom Siege aus 1760 werden jeweils rechts und links flankierend an der Chorbogenwand positioniert. Das Gnadenbild als Zielpunkt des Pilgerweges nach Maria Bildstein wird durch die beiden flankierenden Marienpositionen intensiviert, in den Fokus gerückt, dessen Wirkung wird dadurch intern gesteigert. Der Pilger wird am Endpunkt seiner Reise feierlich ans Ziel gebracht. Die drei Marienthemen helfen in ihrer unterschiedlichen bildhaften Darstellung für individuelle Anliegen in persönlichen Lebenssituationen. Durch das Vorrücken des Altares entsteht eine neue räumliche Disposition. Der Altar rückt in die Mitte des Lichteinfalls aus den Fenstern der beiden Fensterachsen der Konchen und erhält Tageslicht von beiden Seiten. Er wird begleitet von den Elementen Ambo und Kreuz. Jeweils seitlich der Altarinsel befinden sich weitere liturgische Bereiche: rechts die Thematik TAUFE mit den Elementen Taufstein und Osterkerze. Links befindet sich die Thematik HERR mit Tabernakel und Ewigem Licht. Die gesamte Raumschale soll einheitlich in einem hellen und weichen Weiß erstrahlen. Sämtliche Bodenflächen mit Ausnahme der Bankbereiche sollen in Schwarzachtobler Sandstein ausgeführt werden.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Michael Mayer, Daniela Miller, Miriam Gruppe
Auftraggeber: Pfarre Bildstein
Wettbewerb 2015 2.Preis