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Psychiatrie Uniklinik Innsbruck

Die geplante Erweiterung des Psychiatriegebäudes in Form einer zweigeschossigen Aufstockung reagiert auf die statische Struktur des viergeschossigen Gebäudebestandes und übernimmt ohne Auskragungen exakt dessen Umrisslinien. Die formale Gestaltung der Erweiterung unterscheidet sich bewusst vom Bestandsbau. Der neue Gebäudetrakt umfasst zwei idente, kompakt organisierte Bettenstationen. Die Patientenzimmer sind zweihüftig entlang eines zentralen Verbindungsganges situiert. Über sechs zweigeschossige Tageslichtvitrinen wird natürliches Licht in die zentrale Gangzone geleitet. Einzelne Nischen mit Sitzbänken laden zum Verweilen in der Gangzone ein, bieten die Möglichkeit zufälliger Begegnungen und Gespräche. Die erkerartigen Stiegenhäuser werden vertikal verlängert. Die Erweiterung der Psychiatrie ist in massiver Bauweise als einfache Platten-Stützen-Konstruktion erstellt. Die Stützen sind in die Leichtbauwände integriert, die Lastabtragung erfolgt über die Außenwände und Gangwände der bestehenden unteren Geschosse. Die Fassaden sind aus vorgefertigten Holz-Metall-Elementen gebildet. Der außenliegende Sonnenschutz besteht aus einer feinen flächigen Struktur aus vorgehängten fixen Kupferlamellen, die den freien Ausblick in jeder Augenhöhe garantiert.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Georg Bechter
Auftraggeber: TILAK Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH
Wettbewerb 2005 3.Preis