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Rathaus Bodnegg

Die bestehende Situation ist geomorphologisch geprägt durch die Lage des Ortskernes auf einem Drumlin. Ensembleartiges bauliches Gepräge erhält der Ort durch die barocke Inszenierung des Kirchberges mit Kirche und Friedhof, dem historisch baumbestandenen Kirchweg, dem Pfarrhaus und dem historischen Gasthaus Engel. Der gründerzeitliche Bestand des Rathauses als axialsymmetrischer Solitär hat durch die erhöhte Lage gegenüber dem Lindenplatz eine gewisse Sonderstellung, entwickelt dadurch gleichzeitig eine Art Wichtigkeit und ergänzt das historische bauliche Ensemble, sein Gebäudeausdruck ist charakterisiert von zurückhaltender Würde. Das Konzept für die Erweiterung des Rathauses basiert auf dem Prinzip des Weiterbauens und übernimmt die Themen axiale Symmetrie und Solitär aus dem Bestandsbau. Das bestehende Rathaus soll auf seine klare Grundstruktur zurückgeführt und um ein halbes Geschoss vertikal erweitert werden. Dienende Funktionen wie Treppe, Lift und WC-Anlagen werden in einem symmetrisch zum Bestand angegliederten unprätentiösen Servicebaukörper zusammengefasst. Der Gebäudeauftritt wird durch die etwas größere Gebäudehöhe dezent aufgewertet und selbstbewusster, der durch zurückhaltende Würde geprägte Gebäudeausdruck wird beibehalten. Der auf den ersten Blick eher unkonventionelle Ansatz kann bauhistorisch gesehen als alltagstaugliche und äußerst wirtschaftliche Maßnahme betrachtet werden.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Tobias Beyrer
Auftraggeber: Gemeinde Bodnegg D
Wettbewerb 2013 1.Preis