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Wohnbebauung St. Gebhardstrasse Bregenz

Der Entwurf reagiert auf die vorhandene Heterogenität des Ortes mit einer großen Baukörperfigur. Das Konzept basiert auf dem Wunsch nach einem Ordnung und Identität stiftenden Element für das Gesamtquartier und folgt in dieser Logik dem Prinzip der Umkehrung von inzwischen gewohnten klassischen Ordnungs- und Beziehungsthemen von Baukörpern und ihrem jeweiligen Umraum. Diesbezüglich orientiert sich das Konzept am Prinzip der Gemeinschaftshöfe von Quartieren der Südtirolersiedlungen und übersetzt dieses Thema in die heutige Zeit. Dreigeschossige bauliche Elemente rücken in die Nähe ihrer Grundstücksgrenzen, vermitteln mit ihrer geringen vertikalen Entwicklung mit den Bebauungshöhen der Umgebung und gruppieren sich um einen Hofraum mit maximaler Größe und guten Aufenthaltsqualitäten. Aufgesetzte Einzelbaukörper strukturieren die Großform mit individuellen Penthouse-Situationen. Gemeinsam bilden sie in ihrer Anordnung eine ringförmige Anlage. Das Ringthema wird ausgehend von der Grundstücksgrenze bis ins Zentrum umgesetzt und behandelt konsequent die Bereiche Außenräume und bauliche Anlagen. Der große Hof versteht sich weniger als Innenhof denn als Landschaftsraum, der durch seine Großzügigkeit und die Art der Bepflanzung maximale Distanz, Belichtung und Ruhe schafft. Die vorgeschlagene Konzeption wird aus den Themen des Ortes heraus entwickelt und versteht sich als Botschafterin für die Sehnsucht und Notwendigkeit einer neuen Typologie. Sie generiert deutlichen Mehrwert für Quartier und Bevölkerung und demonstriert sowohl inhaltlich als auch formal das Thema Miteinander.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Philipp Schertler, Tobias Beyrer mit Lohrer Hochrein
Landschaftsarchitekten München
Auftraggeber: RhombergBau, Bregenz
Wettbewerb 2015