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TIWAG KWB Leitstelle Tirol

Der bestehende Kraftwerksbau gilt als ausdrucksstarkes Architekturdenkmal und wichtiger Zeitzeuge der 1970er Jahre und ist praktisch in Reinform erhalten. Die derzeitige bauliche Struktur besteht aus einer Addition mehrerer längsrechteckiger Volumina unterschiedlicher Breite, Höhe und Tiefe. Das Gesamtareal ist vorwiegend orthogonal gegliedert. Landschaftliches Gepräge erhält der Ort durch den steilen bewaldeten Berghang im Süden, den Gebirgszug der Nordkette sowie die west-östlich verlaufende Landschaftsebene des Inntales. Der Neubau der Leitstelle wird aus der orthogonalen Struktur der Gesamtanlage und aus der Thematik der parallelen Schichtungen entwickelt und tritt als ruhige und zurückhaltende Baukörperfigur in Erscheinung. Die bauliche Dominanz und die formale Eigenständigkeit des bestehenden Kraftwerksbaus bleiben erhalten, indem der Neubau seitlich abgerückt und freigestellt wird. Somit entsteht ein inhaltliches und optisches Gleichgewicht, ein stimmiges Nebeneinander. Das Besucherzentrum wird zwischen einer Baumgruppe und der Straße als lineare eingeschossige Baukörperfigur entwickelt. Als Verbindungselement zwischen Besucherzentrum und Kraftwerksanlage wird ein überdachter Ausstellungsweg vorgeschlagen. Sämtliche Baukörper und Mauerelemente bilden mit dem bestehenden Kraftwerk ein bauliches Ensemble und werden zusammen mit den geformten Geländesituationen zu Bestandteilen eines künstlichen Landschaftssystems.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Christian Schmölz, Martin Ladinger
Auftraggeber: TIWAG Tiroler Wasserkraft AG Innsbruck
Wettbewerb 2011 3.Preis