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Wien Museum am Karlsplatz

Das neue Museum findet seine Form aus der Verschränkung der beiden axialen Struktursysteme Karlskirche und Schwarzenbergplatz. Die Raumkanten von Technischer Universität und Konzerthaus bilden über Spiegelung die neue Baukörperfigur. Als strukturelles Gelenk ist das Museum gleichzeitig städtebauliches Passstück und starker Solitär. Das Volumen verhält sich wie ein barockes Stadtpalais mit eigener Identität und selbstbewusstem Auftritt und verfolgt ein doppeltes Ziel: Museumsarchitektur und Stadtarchitektur in einem. Der denkmalgeschützte Gebäudebestand wird nahezu vollständig erhalten und in die Gesamtlösung integriert. Der Neubau übernimmt das orthogonale System der nordseitigen Bebauung von Musikverein und Künstlerhaus und wird leicht verdreht in respektvoller Distanz westseitig des Bestandes positioniert. Zwei Verbindungsspangen leiten den ehemaligen Pavillon in eine neue städtische Großform, einen neuen starken und selbstbewussten Stadtbaustein. Im Zentrum entsteht ein ruhiger Gartenhof als Oase inmitten der pulsierenden Stadt. Die Höhen des Bestandes werden übernommen und über die Verbindungsspangen in die Erschließungszone des Neubaus geführt. Dadurch entstehen differenzierte Rundgänge ohne Niveauunterschiede auf allen Ebenen, einfache Verbindungen zwischen Alt und Neu. In allen drei Geschossen der Hauptzonen des Neubaus ermöglichen große Raumhöhen von sechs Metern die maximal mögliche Flexibilität für alle neuen Ausstellungsbereiche. Den vertikalen Abschluss der neuen Stadtfigur bildet ein Panoramageschoss, welches punktuell schöne Sichtachsen auf besondere Elemente der Stadt eröffnet.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Martin Ladinger, Michael Mayer, Daniela Miller mit
Vogt Landschaftsarchitekten Zürich, Gmeiner Haferl Zivilingenieure Wien, GMI Peter Messner Dornbirn
Auftraggeber: Wien Museum
Wettbewerb 2015 / weltweit offen / 274 Teilnehmer / 2.Phase / Platz 7