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Zentrumsbebauung Frastanz

Aus dem Kompositionsthema der Sequenzen des öffentlichen Raumes wird ein Bebauungsvorschlag aus zwei versetzt zueinander positionierten Baukörpermassen entwickelt, welcher die Thematik von Enge und Weite durch charakteristische Engstellen des Straßenraumes weiterschreibt und zusätzlich eine platzartige Aufweitung ermöglicht. Die städtebauliche Dichte und bauliche Verdichtung sind Bedingung für die Ausbildung einer räumlich wirksamen Platzsituation und auch für die Entwicklung einer stimmigen Grundqualität. Die Eingliederung der beiden Passstücke erfolgt durch modellierte Volumen, die auf die Gebäudestellungen des Bestandes reagieren, der Figur des Hangverlaufes folgen und deren gestaffelte Anordnung in Breite und Höhe allseitig auch die Topografie des Ortes nachzeichnet. Die beiden Gebäude stärken das vorhandene Thema, binden die Bestandsbauten ins Struktursystem ein und vervollständigen die Baukörperfolge zu einer lockeren Perlenkette aus solitären Volumen. Zwischen den Passstücken öffnen sich wertvolle Durchblicke trichterförmig in den Landschaftsraum. Die Ausbildung von geneigten Dachflächen ermöglicht auch eine gute Integration in die bestehende Dachlandschaft. Die beiden Baukörper erreichen durch ihre polygonalen Grundformen eine optimale Einpassung in den örtlichen Kontext. Ausgehend von einem zentralen Erschließungskern mit zenitalem Oberlicht folgen beide Grundrisse dem Prinzip eines Ringsystems. Eine Schicht aus Installationszonen und sanitären Bereichen bildet den Übergang zur frei gestaltbaren Wohnzone mit Zimmereinheiten und Aufenthaltsbereichen. Die Erdgeschossbereiche Richtung Platzsituation und Straße beinhalten unterschiedliche Angebote für gewerbliche Nutzungen.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Tobias Schnell
Auftraggeber: Hefel Wohnbau AG, Lauterach
Wettbewerb 2017 1.Preis, Realisierung 2019-20