Der Neubau der Sporthalle befindet sich im Zentrum und wird als klarer und eigenständiger Baukörper nördlich der bestehenden Schule situiert. Er übernimmt die im Bereich Musikschule vorgegebene Thematik von gestaffelten Baukörpern entlang der Georgstraße. Die Erschließungszone im Gebäudeinneren folgt dem Straßenverlauf und führt zu interessanten Parallelbewegungen innerhalb und außerhalb des Gebäudes. Die bandartigen Verglasungen öffnen das Gebäude Richtung Eingang und bieten interessante Durchblicke zwischen Straße und Hofbereich. Der nach außen geschlossene Bühnenbereich bildet körperhaft den städtebaulichen Abschluss der Gesamtanlage. Das Ablösen der Sporthalle vom Schulbaukörper schafft neben einer schönen Durchwegung des Areals gut nutzbare, proportionierte Außenräume. Durch das Absenken der Sporthalle wird die dominante Stellung des Schulbaukörpers erhalten, die Höhenentwicklung des neuen Volumens korrespondiert perfekt mit der benachbarten Umgebung. Ziegelsplitt aus dem Abbruch der bestehenden Halle bestimmt die Farbe der neuen Sporthalle. Als Reverenz an die alte Turnhalle, als eine Art Transformation des Ortes werden diesem die entnommenen Materialien in einer anderen Form wieder zurückgegeben und veredeln die gegossene Splittbeton-Struktur.

Team: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Michael Abt [PL], Martin Ladinger, Christian Schmölz
Auftraggeber: Gemeinde Meckenbeuren D
Wettbewerb 2007 1.Preis, Fertigstellung 2010