Die bestehende Situation befindet sich im Spannungsfeld zwischen den großvolumigen Bauten des Projektes Garnmarkt im Süden sowie einer lockeren Einfamilienhausstruktur im Norden. Der Neubau der Feuerwehr reagiert auf die bestehende Situation mit einem ruhigen und zurückhaltenden Baukörper. Als Überleitungselement zur kleinteiligen Bebauung wird der Neubau bewusst niedrig gehalten und erscheint eingeschossig. Die Reduktion auf wenige Baukörpereinschnitte generiert spannungsvolle Fassaden. Der Schulungsraum bzw. Gemeindevertretungssaal reagiert mit Situierung und Ausrichtung präzise auf die geplante Platzsituation. Das Freistellen des Turmes folgt der Bewegung der Straße und bewirkt neben einer besseren Verkehrsführung auf dem Grundstück auch sanftere Geländebewegungen. Die Funktionen der neuen Feuerwehr werden in zwei Funktionseinheiten gegliedert: Verwaltungs- und Schulungsbereich sowie Garagen- und Werkstättenbereich. Die Verknüpfung der beiden Einheiten erfolgt mittels einer durchgehenden Foyerzone, welche gleichzeitig auch die Verbindung zwischen rollstuhlgerechtem Haupteingang und halbgeschossig abgesetztem Alarmeingang herstellt. Sämtliche Hauptfunktionen befinden sich klar und übersichtlich auf einer einzigen Ebene, kurze Wegführungen garantieren sowohl einen wirtschaftlichen Betrieb sowie einen optimalen Funktionsablauf im Einsatzfall. Der Neubau der Feuerwehr wird in massiver Bauweise erstellt. Die Aufenthalts- und Schulungsbereiche werden in Holz ausgestattet, die Werkstätten- und Garagenbereiche in einer robusten und dauerhaften Kombination aus Beton und Stahl. Im Bereich Schulungsraum, Sitzungsraum und Büro/Aufenthalt bildet eine Schicht aus perforierten Lamellen einen beweglichen Sonnenschutz und ein homogenes Erscheinungsbild.
Team: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Christian Schmölz, Simon Metzler
Auftraggeber: Marktgemeinde Götzis
Wettbewerb 2010 1.Preis, Realisierung 2012


