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Hagen-Huus Nendeln

Das klassizistische Doppelwohnhaus mit angrenzender großer Stallscheune, einem kleinen Waschhaus und einem Schützenhäuschen wurde 1837 von Baumeister Joseph Anton Seger aus Vaduz erbaut. Die denkmalgeschützte Hofstätte an der Feldkircher Straße diente 1864 bis 1912 als K&K-Postexpeditionsstelle zur Postablage für das ganze Liechtensteiner Unterland. Das historische Ensemble bleibt erhalten, wird durch ein neues Hofhaus ergänzt und bietet der Internationalen Musikakademie Liechtenstein mit ihren erfolgreich gewachsenen Meisterkursen für talentierten Musikernachwuchs aus der Region und aus internationalen Herkunftsländern einen neuen Entfaltungsort. Die Räume und Atmosphären des Wohnhauses bleiben weitgehend erhalten, deren Nutzung erfolgt künftig durch Musik-Studenten als Übernachtungs- und Übungszimmer, der Dachboden als Professorenloft. Die Stallscheune in der Typologie eines Pfeilerstalles errichtet wird zum Konzertsaal für Kammermusik adaptiert. Die historischen Holzverschalungen der Fassade werden durch verstellbare Holzlamellen neu interpretiert. Das neue Hofhaus übernimmt Foyer- und Servicefunktionen und bildet als gemeinschaftlicher Aufenthaltsraum das gesellschaftliche Zentrum des Ensembles. Sämtliche Gebäude sind charakterisiert durch eine einheitliche Materialsprache und gruppieren sich um einen Hofplatz als gemeinsame Mitte. Verschiedenartige Gartenthemen ergänzen das Freiraumangebot und verknüpfen die Gesamtanlage mit dem Landschaftsraum.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Gregor Benz (PL), Stefan Prattes.
Team Projekt: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Gregor Benz (PL), Rebecca Zöschg, Miriam Kuhn in Zusammenarbeit mit Vogt Landschaftsarchitekten AG Zürich, Conzett Bronzini Partner AG Bauingenieure Chur, Müller-BBM Raumakustik Planegg/ München, Conceptlicht Mils.
Auftraggeber: Stiftung Hagen-Haus, Liechtenstein
Konzept 2019, Fertigstellung 2024