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Landesspital Liechtenstein

Im Bereich des südwestlichen Siedlungskörpers von Vaduz am Fuße des Rheindamms entsteht ein neuer Spitalsstandort. Das neue Spital ist eine großzügige Form, eine offene Struktur, die nutzungsneutral und flexibel bespielt werden kann. Das neue Landesspital ist viergeschossig organisiert, es ist identifikationsstiftendes Element und dezentes Sichtzeichen mit Wiedererkennungswert. Im näheren Umfeld ist es ein Baustein, der sich mit seiner Umgebung vernetzt, der mit den benachbarten Elementen kommuniziert, in Resonanz tritt und der einen Mehrwert darstellt für seine Nachbarschaft und das ganze Quartier. Dem Konzept liegt ein klares Gerüst zugrunde, welches mit einem regelmäßigen Konstruktionsrhythmus eine hohe Flexibilität ermöglicht und zukunftstauglich und einfach erweiterbar macht. Die Gebäudestruktur ist horizontal geschichtet, die Orientierung im Gebäude sehr übersichtlich. Die öffentlichen Bereiche sind herausgehoben aus dem Verkehrsraum, heraus aus den komplexen logistischen Bewegungen, heraus aus dem Hangfuss, und auf Ebene 1 positioniert, wo sich die Funktionen entspannen, freier werden und Blickbeziehungen in alle Richtungen eröffnen. Der Grundriss ist offen, offen ist auch der Bezug zum Außenraum. Eine umlaufende Zone bildet den fließenden Übergang und bietet großen Mehrwert: partiell bepflanzt bildet sie einen angenehmen Filter, sie ist wertvolle optische Raumerweiterung, übernimmt Funktionen des Sonnenschutzes und des konstruktiven Witterungsschutzes, zusätzlich bietet sie immanente Vorteile bei der Reinigung und Instandhaltung des Gebäudes. Als zusätzliche atmosphärische Komponente fördert sie durch gute Raumstimmung die Phasen der Erholung, des Durchatmens und des Entspannens, die Möglichkeit der Milderung von Angst und Stress der Patienten und bietet fürs Ärzte- und Pflegepersonal eine schöne Arbeitsumgebung. Trotz der großen Kompaktheit wirkt das neue Spital als großzügige lichtdurchlässige Struktur. Unterschiedliche Raumqualitäten entwickeln individuelle Atmosphären und unverwechselbare Orte. Unterstützt werden diese Qualitäten durch ein nachhaltiges und sinnliches Konstruktions- und Materialkonzept.

Team Entwurf: Tobias Schnell (PL), Kemal Cansiz; Doreen Brinker, Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm mit Daniel Pauli Architektur.Consulting Villnachern Spitalplanung, Vogt Landschaftsarchitekten AG Zürich, Conzett Bronzini Partner AG Chur, Meierhans + Partner AG Schwerzenbach, Baubüro Hollenstein GmbH Zuzwil, Martin Stocker Modellbau Hohenems.
Visualisierungen: expressiv Wien.
Wettbewerb 2020 2.Preis