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Volksschule Kindergarten Bezau

Aus dem historischen Bebauungsthema der Solitärbauten wird ein kompaktes Passstück entwickelt, welches sich an der regionalen Bautypologie orientiert, keine Konkurrenzhaltung zur Kirche einnimmt und sich wie selbstverständlich in die Bezauer Hauslandschaft integriert. Der Neubau ist zweigeschossig und analog zu seinen historischen Vorbildern solitär konzipiert. Er übernimmt die typologischen Elemente des Ortes, er integriert sich in Maßstäblichkeit und Ausstrahlung ins größere Ganze ohne etwas zu kopieren, ohne sich anzubiedern, als Interpretation einer bewährten Typologie reagiert er im Sinne des Weiterbauens und einer baukulturellen Entwicklung zeitgemäß und eigenständig. Ein mittig liegender Kern mit Treppe und Sanitärbereichen bildet neben wenigen statischen Punkten die grundrissliche Konstante und die Basis für eine einfache und flexible Grundstruktur, welche in Kombination mit einem simplen System aus einzelnen Wandscheiben, Schrank- und Regalelementen differenzierte Raumzonen generiert und eine konsequente Weiterführung bis ins Dachgeschoss findet, welches als Satteldach die Sprache des Ortes aufnimmt und die Maßstäblichkeit noch zusätzlich unterstützt. Sämtliche Funktionsbereiche sind in einem äußerst kompakten Volumen organisiert und finden klare und logische Zuordnungen. Ermöglicht wird diese Kompaktheit durch die auf den ersten Blick unkonventionelle Situierung von Turnhalle und Bewegungsraum im Dachgeschoss mit Belichtung über ein lineares Oberlicht.

Team Entwurf: Andreas Cukrowicz, Anton Nachbaur-Sturm, Tobias Schnell [PL], Johann Quechenberger mit Merz Kley Partner ZT GmbH Dornbirn, GMI Ing. Peter Messner GmbH Dornbirn, IBS TB GmbH Linz, Martin Stocker Modellbau Hohenems.
Auftraggeber: Marktgemeinde Bezau
Wettbewerb 2020 3. Preis