Alters- und Pflegeheim Schiers – 2. Platz
Aus dem Kompositionsthema der Bestandsstrukturen entwickelt sich ein viergeschossiges Passstück, welches die Versatzbewegung der bestehenden Schulanlage übernimmt und das große Volumen in zwei Baukörper gliedert. Prägnant und selbstbewusst, stark und eigenständig, zurückhaltend und selbstverständlich. Seine präzise Setzung sucht Ausgewogenheit im Spannungsfeld der Strukturen, seine sensible Komposition ermöglicht es gleichzeitig mit den großvolumigen Bildungs- und Spitalsbauten seiner unmittelbaren Umgebung und mit der Körnung der kleinteiligen historischen Baustruktur in Dialog zu treten. Der Baukörperversatz schafft Eigenständigkeit und generiert gute Durchlässigkeiten im Aussenbereich. Die bewusste Positionierung entwickelt zudem maßstäbliche und dem Ort angemessene, gut proportionierte und differenzierte Freiräume. Der Versatz wirkt zudem adressbildend und formuliert mit einladender Eingangsgeste eine großzügige Vorplatz-, Ankommens- und Aufenthaltszone. Das in den Hang geschobene Volumen ermöglicht Geländeanschlüsse mit Ein- und Ausgängen auf zwei Niveaus: auf dem oberen Niveau im Osten befindet sich der Zugang zum Alters- und Pflegeheim mit vorgelagertem Aufenthalts- und Vorbereich, auf dem unteren Niveau im Westen befindet sich niveaugleich und in direkter Zuordnung zum Schulbestand der Zugang für sämtliche Schulnutzungen. Die sensible und sinnliche Gestaltung der Aussenräume ergänzt und vervollständigt das bauliche Projekt zu einem stimmigen großen Ganzen und zu einer schlüssigen nur für diesen Ort entwickelten Konzeption.
Wettbewerb 2026 2. Preis









































































































































